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SEO neu

Ich habe ein Hundefutter erfunden, eine Band, ein Museum – für ein Wort, das es nicht gibt

Manchmal ist die beste Ausrede, mal so richtig Quatsch zu bauen, ein Wettbewerb. In meinem Fall: der SEO-Contest 2026. Das Wort, um das sich gerade die halbe deutsche SEO-Szene drei Wochen lang prügelt, heißt serponado. Es bedeutet nichts. Es gab es vorher nicht. Und genau deshalb habe ich beschlossen, ihm eine komplette Existenz anzudichten.

Die aktuelle Ranking-Entwicklung tracke ich inzwischen im Serponado Live-Radar von RAHMENGEBEN.

Erst mal: Warum überhaupt?

Bei so einem Contest erfinden die Veranstalter ein Fantasiewort, und alle Teilnehmer versuchen, damit bei Google nach oben zu kommen. Ich mache zum ersten Mal mit. Reizvoll fand ich daran weniger das Gewinnen – realistisch bin ich als Neuling nicht der Favorit – als die Frage: Was passiert eigentlich, wenn man bei null anfängt und einem Begriff von Grund auf Bedeutung gibt?

Statt einer öden Landingpage mit zehnmal „serponado“ im Text wollte ich etwas bauen, das Spaß macht und gleichzeitig sauber strukturiert ist.

Die Idee: ein Mini-Wiki für ein Phantom

Also habe ich serponado eine Biografie verpasst. Es beginnt 1998 mit einer Hundefuttermarke aus Bielefeld, benannt von einer Tierärztin, deren Hund nach dem Fressen vor Freude durchdreht – wie ein kleiner Tornado. Jahre später nennt sich eine Garagenband aus reinem Spott nach genau diesem Futter, weil ihr eigener Hund den Geruch nicht ausstehen kann. Aus einem Bandkonzert wird ein Festival, aus einem Markenstreit ein Modelabel, dazu kommen ein Museum, eine Cola und – natürlich – eine Verschwörungstheorie.

Das Ganze ist als kleines Wiki angelegt, in dem jede Seite über die Geschichte mit den anderen verknüpft ist. Wer Lust auf den ganzen Unsinn hat, findet ihn unter serponado auf webmunk.de.

Warum die Absurdität kein Selbstzweck ist

Der eigentliche Trick steckt unter der Oberfläche. Jede dieser erfundenen Geschichten ist ein Vorwand für einen sinnvollen internen Link: Das Hundefutter verweist auf die Band, die Band aufs Festival, das Festival auf die Cola. So entsteht ganz nebenbei ein dichtes, organisches Linknetz, das auf eine zentrale Seite einzahlt – die, die am Ende ranken soll.

Anders gesagt: Ich durfte mir den größten Quatsch ausdenken und habe damit trotzdem eine handwerklich ordentliche Seitenstruktur gebaut. Das ist die Sorte Aufgabe, die ich liebe.

Was ich mir davon verspreche

Ehrlich? Vor allem, etwas zu lernen. Ich baue das Experiment auf einer frischen Domain, die Google noch gar nicht kennt – das ist die eigentliche Herausforderung, nicht das Keyword. Wie schnell so eine kalte Seite überhaupt in den Index kommt, lässt sich nirgends so schön beobachten wie hier, wo man bei null startet.

Ich schreibe in den nächsten Wochen mit, wie es läuft. Wer schon mal einen Blick auf das fertige Universum werfen will: einfach bei Serponado reinschauen – und gern selbst raten, was als Nächstes dazukommt.

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